1000 Ehrenamtliche lassen den Betrieb in katholischen Büchereien brummen

In den 122 Katholischen Öffentlichen Büchereien im Bistum Essen ist jedes der 363.653 Medien im vergangenen Jahr statistisch mehr als einmal ausgeliehen worden. Deutliches Plus bei Lesungen, Büchereirallyes und anderen Veranstaltungen.

Eine eindrucksvolle Bilanz ehrenamtlicher Arbeit für die Lesekultur im Ruhrgebiet und im märkischen Sauerland hat Vera Steinkamp, Leiterin des Medienforums im Bistum Essen, am Wochenende zum 57. Diözesantag der Katholischen Öffentlichen Büchereien (KÖB) im Bistum Essen präsentiert. Demnach haben im vergangenen Jahr in den 122 KÖB an Rhein, Ruhr und Lenne rund 1000 freiwillige Männer und Frauen fast 86.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet. Dank ihres Engagements haben die gut 202.000 Besucher jedes der insgesamt 363.653 Bücher, Spiele, CD-Pakete oder anderer Medien statistisch 1,02 mal ausgeliehen.

„KÖB sind wichtige Kulturanbieter in den Stadtteilen“

Trotz vieler Veränderungsprozesse in den Pfarreien und Gemeinden hätten die Pfarreien im vergangenen Jahr „sehr erfreuliche Ergebnisse erzielt“, betonte Steinkamp. Besonders beachtlich sei, dass die Zahl der Veranstaltungen, die die KÖB vor Ort organisieren, mit insgesamt 2088 im Vorjahresvergleich um fast 15 Prozent gestiegen ist. „Diese große Zahl macht deutlich, dass die KÖB wichtige Kulturanbieter in den Gemeinden und Stadtteilen darstellen und zu einer positiven Verdichtung der Kulturangebote in einer Stadt beitragen“, so Steinkamp. Sie verweist auf Lesungen, Rezitationen, Buchvorstellungen, Büchereirallyes, Kriminächte, Aktionen zur Leseförderung für Kinder und viele andere Programmpunkte.

Wo Pfarrbüros fehlen, werden KÖB zur Anlaufstelle für die Gemeinde

Auch darüber hinaus seien die Katholischen Öffentlichen Büchereien Orte der Kommunikation und Begegnung, so Steinkamp. „Kinder und Erwachsene, Familien und Senioren, Menschen mit Migrationshintergrund aus unterschiedlichen Kulturkreisen treffen sich dort zu Gespräch und Austausch.“ Zugleich seien die KÖB immer wichtiger werdende „Orte der Vergemeinschaftung in immer größer werdenden Pfarreien“. Und wo es kein Pfarrbüro mehr gebe, „sind sie nicht selten wichtige Anlaufstellen für viele Fragen rund um die Gemeinde“, so Steinkamp.

Diözesantag lud zu „Perspektivwechseln“ ein

Vor dem Hintergrund der Pfarreientwicklungsprozesse und anderer Umstrukturierungen in den Pfarreien des Ruhrbistums hatte Steinkamp die ehrenamtlichen Bücherei-Mitarbeiterinnen und –Mitarbeiter am Samstag unter der Überschrift „Perspektivwechsel“ zum Diözesantag nach Essen eingeladen. Als Referentin war unter anderem die Berliner Journalistin Valerie Schönian zu Gast, die sich im Projekt „Valerie und der Priester“ darauf eingelassen hatte, ein Jahr lang in den Alltag eines katholischen Priesters einzutauchen.

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