Rund 300 Besucher bei WDR5-Stadtgespräch über Zukunftsprozess

Unter dem Motto „Kirche dicht und fertig?“ diskutierten die Gäste und rund 300 Besucher des WDR5-Stadtgesprächs im Pfarrheim der Essener Gemeinde St. Antonius Abbas über Widerstände und Chancen im Pfarreientwicklungsprozess des Ruhrbistums.

300 Besucher beim WDR5-Stadtgespräche

Podium mit Generalvikar Klaus Pfeffer, Liturgiewissenschaftler Prof. Dr. Albert Gerhards und Dr. Magdalene Bußmann ("Wir sind Kirche")

Generalvikar Pfeffer: Christen haben einen Heimatbegriff , der über die eigene Gemeinde und den gewohnten Ort hinausgeht

Mehr als zwei Jahre haben über 1.200 Haupt- und Ehrenamtliche in den 42 Pfarreien im Bistum Essen seelsorgliche und wirtschaftliche Zukunftskonzepte erarbeitet. Grund genug auch für den Westdeutschen Rundfunk mit seiner Hörfunksendung „WDR 5 - Stadtgespräch“ Station in der Essener Gemeinde St. Antonius Abbas zu machen und darüber zu berichten, wie die Gemeinden im Ruhrbistum weiter lebendig Kirche sein können.

Rund 200 Besucher waren in das Pfarrheim kommen, um die Podiumsdiskussion um Kirchenschließungen und den Zukunftsprozess im Bistum Essen zu verfolgen. Weitere 100 Besucher verfolgten die Sendung über eine Liveübertragung in der benachbarten Kirche.

Kirchen als soziale Anlaufstelle und Glaubensort
„Kirche dicht und fertig?“ lautete der provokante Titel der Sendung, bei der Klaus Pfeffer, Generalvikar des Bistums Essen, Prof. Dr. Albert Gerhards, Liturgiewissenschaftler der Universität Bonn, und Dr. Magdalene Bußmann von der Basisbewegung „Wir sind Kirche“ über den Pfarreientwicklungsprozess im Ruhrbistum und die Zukunft der Gemeinden miteinander und dem Publikum diskutierten.

Ein Heimatbegriff über die eigene Gemeinde hinaus
Kirche als Heimat zu empfinden war ein Aspekt, den viele Gemeindemitglieder an diesem Abend mehrmals aufgriffen. Ein Gefühl, das auch Generalvikar Pfeffer aus eigener Erfahrung schilderte: „Ich erlebe oft, wie traurig Menschen sind, wenn sie mit ihrer Kirche etwas verlieren. Aber wir müssen auch begreifen, dass wir als Christen einen Heimatbegriff haben, der über die eigene Gemeinde und den gewohnten Ort hinausgeht.“

Transparenz im Pfarreienentwicklungsprozess
Vieldiskutiert waren ebenso die Themen Transparenz und Priestermangel. Generalvikar Pfeffer verwies darauf, dass es nicht den idealen Weg gebe, einen solchen Prozess ohne Fehler zu führen. Ein Aspekt, den Dr. Magdalene Bußmann als den Aufruf „als lernende Kirche aufzutreten“ aufgriff. Dass sich im Priestertum der katholischen Kirche bis hin zu Frauen und Laien in diesen sakramentalen Aufgaben etwas ändern und die Diskussion darüber auch in Zukunft erhalten bleiben muss, darüber waren sich alle drei Podiumsgäste einig.

Knapp eine Stunde waren die Beteiligten live auf Sendung. Zu wenig für die vielen Zuhörer vor Ort. Auch nach der Sendung wurde in dem Pfarrsaal kräftig weiter über die Zukunft der Gemeinde diskutiert. Gemeindemitglied Stefanie Sommerfeld fühlte sich am Ende bestärkt: „Ich hoffe, dass durch solche Abende und Diskussionen das Thema aufrechterhalten wird, sowohl in unserer Gemeinde aber auch in anderen Diözesen Deutschlands.“

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